Aus Content wird relevanter Inhalt: So werden SEO-Texte lesbar

SEO-Texte müssen lesbar sein

Wer nicht bei Google auf Seite 1 ist, wird nicht gefunden.

Content ist King – so geht es vielen Marketing-Chefs leicht über die Lippen. Das ist letztlich auch naheliegend, denn Texte, die das Siegel Search Enginge Optimization (SEO) tragen, erhöhen die Wahrnehmung des eigenen Unternehmens im World-Wide-Web signifikant. Doch geht es wirklich nur darum, irgendwie geartete Inhalte zu produzieren und nach SEO-Gesichtspunkten aufzubereiten?

Die Erwartungshaltung müsste eine andere sein. Vielmehr sollte es das Ziel sein, Texte zu verfassen, die sowohl den Anforderungen der Digitalkommunikation als auch traditioneller journalistischer Tugenden entsprechend. Erst dann wird aus einer SEO-optimierten Zeichenkette ein lesenswerter Beitrag. Um zu verstehen, wie dieses Vorhaben gelingen kann, lohnt sich ein Blick zurück. Wieso ist SEO inzwischen zu einem derart zentralen Konzept avanciert? Google hat in den vergangenen Jahren sukzessive die Art verändert, wie wir uns über Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen informieren. Waren zu Beginn des Internets Firmen mit Webpräsenz Vorreiter, so hat inzwischen wohl fast jeder Unternehmer mit etwas Geschäftssinn einen Internetauftritt. Kein Wunder also, dass CEOs inzwischen weltweit die digitalen Ellenbogen ausfahren und versuchen, im Suchmaschinen-Ranking ganz oben zu stehen. Wer es bei Google nicht auf die erste Seite der Suchergebnisse schafft, ist im Web im Prinzip nicht mehr existent.

Die Unternehmswebsite sollte mehr als ein SEO-Text sein

Natürlich spielt SEO auch für eine Agentur für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eine immer größere Rolle. Schließlich gehört dem Suchmaschinenmarketing die Zukunft, denn: Die Bedeutung der Unternehmens-Webseite steigt stetig. Sie ist Aushängeschild, Kontaktformular, Schaufenster, Kummerkasten, Marktplatz und vieles mehr – und das weltweit für 24/7, das gesamte Jahr über. Wen wundert es da noch, dass viele CEOs schnell geneigt sind, tief in die Taschen zu greifen, um spezialisierten Agenturen SEO-Maßnahmen zu verantworten. Dabei erfüllen diese zwar meistens die technischen Aspekte, um Google zu überzeugen. Die Qualität der Texte bleibt dabei aber oft auf der Strecke. Das wiederum wirkt sich negativ auf das Google-Ranking aus. Das eigentliche Ziel, den Nutzer für das eigene Unternehmen zu interessieren, bleibt dabei schnell auf der Strecke. Oftmals haben schlecht lesbare SEO-Texte gar eine abschreckende Wirkung auf den Leser. Er verlässt die Webseite schnell, ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis erhalten zu haben.

SEO leicht gemacht

Zunächst sollte die Webseite des Kunden auf technischer Seite optimiert werden. Dazu gib es zahlreiche Analyse-Tools, die nicht nur das aktuelle Ranking der Seite in Bezug auf bestimmte Keywords anzeigen. Sie geben auch eine Liste mit potenziellen Fehlern aus. Dazu gehören beispielsweise:

  • Doppelte URL-Titel
  • Zu lange URL-Titel
  • Sprechende URL (www.SEO-leicht-gemacht.de)
  • Fehlende Alternativtexte zu Bildern
  • Links, die zu keiner Zielseite führen
  • Zu lange Ladezeiten der Seite

Diese Störquellen lassen sich nun systematisch ausmerzen.

Spannender ist die inhaltliche Dimension der Seite. Google ist nämlich daran interessiert, dass User bei einer Suchanfrage relevante Treffer angezeigt bekommen. Also analysiert die Suchmaschine anhand leider nicht offiziell bekannter Faktoren, ob die Webseite zu einem bestimmten Keyword Inhalte mit guter User Experience bietet. Ist dem so, rankt die Seite bei der Sucheingabe des Keywords weiter oben oder sogar – wenn man sich Zeit nimmt und ein paar Regeln beachtet – irgendwann auf Seite eins.

Damit aus „Content“ für Google „relevanter Inhalt“ wird, bedarf es zunächst eines SEO-optimierten Textes. Hierbei gilt die Faustregel, dass das Keyword im Text ein bis drei Prozent der gesamten Wortmenge einnehmen sollte. Viele SEO-Agenturen meinen es aber zu gut und erreichen viel zu hohe Prozentwerte. Die Folge ist ein unleserlicher Text, bei denen das Keyword viel zu häufig vorkommt. Dabei ist das sogenannte „Keyword Stuffing“ eigentlich in Fachkreisen eine regelrechte Todsünde. Immerhin straft Google es ab und weist betroffenen Seiten ein schlechteres Ranking zu. Deswegen sollte das oberste Anliegen sein, einen fachlich relevanten und gut lesbaren Text mit optimierter Keyword-Dichte zu verfassen.

Weitere Tipps für ein gutes Google-Ranking:

  • Strukturierende Elemente wie Überschriften verwenden
  • Aufzählungen nutzen und entsprechend markieren (also zum Beispiel mit Bulletpoints)
  • Mehrwerte für den User bieten (How-to-Guides und Anleitungen zum Beispiel)
  • Bilder einbinden
  • Bilder mit Alternativtexten versehen
  • Bildgrößen auf maximal 500 Kilobytes begrenzen
  • Bild-Titel (Title Tag) passend benennen
  • Dateiname des Bildes passend benennen
  • Bild-Description (Description-Tag) passend eingeben

Die Landing Page gestalten – so bleibt der Besucher auf der Seite

Der SEO-Text bietet die Basis für die sogenannte Landing Page. Diese Seite ist Teil einer Homepage und bietet beispielswiese Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen. Die Webseite eines Online-Händlers verfügt normalerweise über eine klassische Startseite und über einen Online-Shop. Aus Sicht des Unternehmens macht es natürlich wesentlich mehr Sinn, dass ein User bei einer Produktsuche auf den Shop und nicht auf die Startseite des Online-Händlers geleitet wird – immerhin wird dort der Umsatz erzielt. Ein auf der Landing Page eingebundener SEO-Text hilft dabei. Der sichtbare Teil, also jener Part, den ein Webseiten-Besucher zunächst sieht, sollte jedoch andere Gestaltungsmerkmale aufweisen.

Hier gilt die AIDA-Richtlinie:

  • A wie Attraction (Anziehungskraft)
  • I wie Interest (Interesse)
  • D wie Desire (Begehren)
  • A wie Action (Aktion wie etwa ein Kauf)

Über aussagekräftige Bilder generiert man im sichtbaren Teil der Landing Page am leichtesten Attraction, Interest und Desire. Damit diese nicht nach einem ersten Impuls beim Betrachter verpuffen, sollte die Landing Page zudem in prägnanter Sprache die Alleinstellungsmerkmale beziehungsweise wichtigsten Punkte des Produkts oder der Dienstleistung zusammenfassen. Dies darf auch gerne in Form einer Aufzählung erfolgen. Zusätzlich empfiehlt es sich, Referenzen wie zum Beispiel Testimonials prestigeträchtiger Kunden oder auch Zertifikate zu platzieren. Sie sorgen dafür, dass der potenzielle Kunde Vertrauen zum Unternehmen fasst. Um eine Action wie zum Beispiel die Kontaktaufnahme vom Kunden zum Unternehmen oder sogar einen Kaufvorgang einzuleiten, sollte auf der Landing Page ein sogenannter Action-Button eingebunden sein. Das meint einen optisch aufbereiteten Link, der beispielsweise zu einem Bestellformular führt. Action-Buttons können zum Beispiel durch Bilder oder auch hervorgehobene Schrift angezeigt werden – solange sie sich deutlich vom Rest der Landing Page abheben.

Beachten Autoren für Online-Texte diese Regeln, können sie das Google-Ranking effektiv verbessern. Zudem erhöhen sich auch die Chancen auf erfolgreiche Verkäufe und lukrative Geschäftskontakte, denn immerhin ist der eingebundene Content mehr als nur reiner Inhalt. Er informiert Besucher auf ansprechende Weise über das Unternehmen und dessen Leistungen oder Produkte. Somit sollte eigentlich klar sein, dass relevanter Inhalt King ist.


hagen_sw2Zum Autor:

Hagen Thiele ist PR-Redakteur bei Sputnik. Er unterstützt am Standort Bonn das Team IT & Telekommunikation. Zuvor hat er im Bachelor Germanistik sowie Politikwissenschaft und im Master Editions- und Dokumentwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal studiert. Hagen schreibt zudem seit seinem Abitur für die Rheinische Post als freier Mitarbeiter.

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