Warum Sie auch im digitalen Zeitalter auf klassische PR nicht verzichten sollten

Hat klassische PR ausgedient?

Facebook ist schneller und direkter als klassische PR, aber auch besser?

Neulich saßen wir mit einem Kunden zusammen, der sagte uns, dass er keine PR mehr mache, sondern nur noch per Facebook kommuniziere. Journalisten brauche er nicht. Facebook sei schneller, besser und zeitgemäßer. Warum Sie in Ihrem Kommunikationsmix dennoch nicht auf die klassische PR verzichten sollten, verraten wir Ihnen an dieser Stelle:

  1. Die Glaubwürdigkeit von unabhängigen Medien wird nach wie vor höher eingeschätzt als Inhalte, die über Social Media verbreitet werden.
  2. Facebook, Twitter und Co. haben zu Recht an Bedeutung gewonnen: Doch die Postings sind oft nicht besonders nachhaltig. Veröffentlichungen in Publikationen, die wöchentlich oder monatlich erscheinen, erreichen häufig mehr Menschen und bleiben länger im Gedächtnis.
  3. Ihr Bekanntheitsgrad steigt mit klassischer PR. Gerade, wenn Sie in einem speziellen Segment unterwegs sind, helfen Veröffentlichungen zum Beispiel in Fachmedien, um für Kunden und potentielle Kunden sichtbar zu werden.
  4. Public Relations sind kostengünstig und effektiv. Ihr Argument, Facebook ist kostenlos, ist so nicht korrekt. Denn wer einen erfolgreichen Social-Media-Kanal betreibt, muss eine Menge Zeit in Aufbau, Pflege und Monitoring stecken. Zudem einen Redaktions- oder Postingplan führen, erreichbar sein für Anfragen, sich zu rechtlichen Themen bei Facebook auf dem Laufenden halten usw. So kommen schnell viele Stunden in der Woche zusammen. Wir wollen an dieser Stelle nicht mit der Stechuhr den empirischen Beweis erbringen, sind uns aber ziemlich sicher, dass klassische PR in der Zeit-Nutzen-Relation für viele Unternehmen mindestens genauso sinnvoll ist wie das Engagement bei Facebook und Co.

    Die klassischen Public Relations haben nicht ausgedient

  5. Journalisten recherchieren Experten und Interviewpartner für Ihre Beiträge im Netz. Sie sollten deshalb mit bestimmten Keywords gefunden werden. Super, wenn Ihre eigene Seite gut gerankt ist. Haben Sie aber einmal einen Treffer auf Newsseiten wie stern.de oder auch nur eine Veröffentlichung beim digitalen Ableger Ihrer örtlichen Lokalzeitung, taucht dieser Artikel oft auf der ersten Seite von Google auf. Und da Journalisten sich nach wie vor gerne von ihren Kollegen nennen wir es mal inspirieren lassen, kann eine Veröffentlichung durch klassische PR Gold wert sein und zu Folgeveröffentlichungen führen.
  6. Facebook und Instagram macht fast jeder, machen Sie doch mal ganz old-school saubere PR-Arbeit. Aber bitte ordentlich, regelmäßig und vom Profi. Denn längst nicht jedes Unternehmen und jeder Wettbewerber ist in der Disziplin Public Relations gut aufgestellt. Sie haben also Chancen, bei Ihrer Zielgruppe über die PR Gehör zu finden.
  7. Public Relations und Social Media sind keine Feinde. Verstehen Sie nicht? PR und Social Media müssen nicht zwangsmäßig gegeneinander ausgespielt oder getrennt voneinander betrachtet werden. Im Gegenteil: Oft eignet sich das gleiche Thema sowohl für eine Geschichte, mit der man an Journalisten herantreten kann als auch für den ein oder anderen Facebook-Post. Und ganz ehrlich, so sollte es auch sein. Voraussetzung ist allerdings, sie haben wirklich etwas zu erzählen und wollen nicht nur Ihr Produkt anpreisen. Denn das funktioniert selten. Werbung ist nicht besonders beliebt – weder bei Journalisten noch bei Facebook-Usern.

Zum Autor:

julius_brockmann_sw_klJulius Brockmann ist PR-Berater bei Sputnik. Er unterstützt Unternehmen aus dem Bereich Lebensmittel & Genuss sowie Senioren & Medizin bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Zudem ist er Ansprechpartner für alle Themen der Online-PR. Vor seiner Zeit in der PR-Branche studierte er Medien und Politik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seit Anfang seines Studiums arbeitet er als freier Mitarbeiter für regionale Tageszeitungen sowie Special-Interest-Titel.

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