Social-Media-Management: Diese Netzwerke sollten B2B-Unternehmen kennen

Social-Media-Management: Nicht für jeden Betrieb eignet sich jede Plattform gleichermaßen

Social-Media-Management: Nicht für jeden Betrieb eignet sich jede Plattform gleichermaßen

Kaum ein Unternehmen kommt heutzutage noch ohne soziale Netzwerke aus. Auch in der Kommunikation von Firmen aus dem B2B-Bereich geht es längst nicht mehr um die allgemeine Frage, ob ein professionelles Social-Media-Management wichtig ist, sondern vielmehr konkret darum, welche Kanäle welche Rolle im Kommunikationsmix spielen. Mit dem Einsatz von Social-Media-Kanälen verfolgen B2B-Unternehmen ganz unterschiedliche Ziele, zum Bespiel:

  • Bekanntheit steigern / Image pflegen
  • Kundenbindung stärken
  • Meinungen einholen
  • Traffic für die eigene Unternehmenswebsite oder den eigenen Blog generieren
  • Suchmaschinenranking optimieren
  • Informationen austauschen

Social Media als Instrument im Employer Branding

Gerade für B2B-Unternehmen ist der Einsatz von Social Media oftmals Teil ihrer Employer-Branding-Strategie. Diese umfasst alle Maßnahmen, die ein Betrieb ergreift, um sich gegenüber potenziellen Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Insbesondere in Zeiten des zunehmenden Fach- und Führungskräftemangels reicht es oft nicht mehr aus, Stellenanzeigen in Online- und Printmedien zu schalten. Hinzu kommt, dass sich immer mehr Bewerber über Profile in sozialen Netzwerken einen Eindruck vom Unternehmen verschaffen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Betriebe ein professionelles Social-Media-Management betreiben, mit potenziellen neuen Mitarbeitern auch in sozialen Netzwerken in Kontakt treten und dort authentisch kommunizieren. Als PR-Agentur empfehlen wir B2B-Unternehmen, die Entwicklungen im Social-Media-Bereich kontinuierlich zu verfolgen und immer neue Einsatzmöglichkeiten zu prüfen.

Facebook: Der blaue Riese beim Social-Media-Management

Lohnenswert ist es für B2B-Unternehmen, einen genaueren Blick auf Facebook zu werfen. Nach wie vor ist das Netzwerk weltweit die meist genutzte Social-Media-Plattform. Ein Drittel der Deutschen suchen Facebook mindestens einmal pro Woche auf, 21 Prozent täglich, so das Ergebnis der ARD/ZDF-Onlinestudie 2017. Umso mehr lohnt es sich, auch als B2B-Unternehmen dort aktiv zu werden und eine eigene Unternehmensseite aufzubauen. Ein professionelles Social-Media-Management ist dabei unerlässlich: Nur wer seine Seite kontinuierlich pflegt, mit den Followern in den Dialog tritt und auf Kommentare und Anfragen zeitnah reagiert, hat Erfolg. Facebook-Ads sind für Firmen zusätzlich eine Möglichkeit, um ihre Beiträge bei Personen mit passenden Interessen und/oder demografischen Merkmalen wie Alter oder Wohnort zu bewerben.

Die Krones AG als Anbieter von Anlagen für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie ist ein Beispiel für ein B2B-Unternehmen, das auf Facebook aktiv ist. Derzeit verfügt deren Seite über mehr als 115.000 Follower. Da das Unternehmen die Social-Media-Plattform auch als Employer-Branding-Maßnahme nutzt, hat sie hier einen Azubi-Blog integriert. Damit vermittelt Krones  das Bild eines sympathischen, regionalen Arbeitgebers und tritt gleichzeitig als kompetenter Geschäftspartner auf.

Die Business-Netzwerke XING und LinkedIn

Insbesondere im B2B-Bereich bieten die Plattformen XING und LinkedIn großes Potenzial. Auf Basis eines Unternehmensprofils dienen beide vor allem dem Aufbau von Business-Netzwerken. Als PR-Agentur aus dem Social-Media-Bereich raten wir Unternehmen dazu, im Newsbereich aktiv zu sein und vor allem eigene Inhalte zu teilen. Das ermöglicht es Unternehmen, sich als Experten für bestimmte Themen zu positionieren. Beide Netzwerke können B2B-Unternemen aber auch für folgende Zwecke nutzen:

  • Sichtbarkeit des eigenen Unternehmens in den sozialen Medien erhöhen
  • Geschäftskontakte pflegen
  • Personal Recruiting: gezielt passende Mitarbeiter finden
  • Qualifiziertes Personal auf das Unternehmen aufmerksam machen – auch festangestellte Fachkräfte
  • Reputation steigern und mehr Aufmerksamkeit für Produkte und Dienstleistungen schaffen

Storytelling mit Instagram

Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1.000 Worte. Deshalb ist derzeit vor allem Instagram in Deutschland auf dem Vormarsch. Auch für B2B-Unternehmen schlummern hier Potenziale. Instagram eignet sich besonders, um mit emotionalen und hochwertigen Bildern Geschichten zu erzählen sowie das Unternehmen vorzustellen. Aber Vorsicht: Das Netzwerk dient nicht dazu, den Traffic auf der Unternehmenswebseite zu erhöhen. Vielmehr geht es darum, dem Unternehmen ein Gesicht zu geben.

Ein Beispiel dafür ist der Instagram-Account von IBM. Das IT-Unternehmen zeigt hier Mitarbeiter bei der Arbeit, bietet Einblicke hinter die Kulissen von Veranstaltungen oder hält Szenen aus dem Arbeitsalltag fest. Damit verfolgt IBM das Ziel, Persönlichkeiten zu zeigen, die hinter der Marke stehen. Auf diese Weise nutzt das Unternehmen die Social-Media-Plattform auch als Teil der Employer-Branding-Strategie.

Die Zielgruppe entscheidet

Kennen sollten B2B-Unternehmen alle genannten sozialen Netzwerke. Doch nicht für jeden Betrieb eignet sich jede Plattform gleichermaßen. Grundvoraussetzung ist, vor der Auswahl eines sozialen Netzwerks zu analysieren, ob die für das Unternehmen relevante Zielgruppe dort vertreten ist. Was außerdem nicht fehlen darf, ist eine Strategie, die der Betrieb mit dem Einsatz sozialer Netzwerke verfolgt. Wichtiger, als auf allen Social-Media-Kanälen präsent zu sein, ist es, ausgewählte Netzwerke professionell zu nutzen. Daher ist ein gutes Social-Media-Management für B2B-Unternehmen das A und O.


Zur Autorin:

Vanessa Bartling ist Teil des Teams Transport & Logistik bei Sputnik. Als PR-Redakteurin unterstützt sie die Kunden aus der Branche bei der internen und externen Kommunikation im B2B-Geschäft. Nach ihrem Studium der Kommunikationswissenschaft in Münster zog es die 27-Jährige zunächst nach Düsseldorf. Dort arbeitete sie als Junior-Referentin in der Kommunikationsabteilung einer Bank, in der sie auch ihr Volontariat absolviert hatte. Journalistische Erfahrungen hatte sie zuvor als freie Mitarbeiterin im Lokaljournalismus gesammelt.

E-Mail

Alle Beiträge von Vanessa Bartling