Employer Branding und Personalgewinnung
für Krankenhäuser und Kliniken

Der Fachkräftemangel ist für den „Arbeitgeber Krankenhaus“ eine der Herausforderungen für Gegenwart und Zukunft. Pflegekräfte gewinnen und den Ärztemangel bekämpfen kann dauerhaft nur, wer strategisch vorgeht. Employer Branding im Krankenhaus gewinnt deshalb in Verbindung mit Personalmarketing und Recruiting immer mehr an Bedeutung.

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Employer Branding für Krankenhäuser und Kliniken

Im Wettbewerb um geeignetes Personal wird die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber (Employer Value Proposition) für Kliniken zum zentralen Erfolgsfaktor. Eine Stellenanzeige hier, ein Plakat dort, ein kleiner Post auf Facebook und dazu noch der Auftritt auf der regionalen Fachmesse – die verfügbaren Maßnahmen auf dem Weg zu neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind schier endlos. Da ist es beizeiten unübersichtlich und die Maßnahmen laufen ins Leere. Dagegen hilft eine Strategie und klare Idee bei der Personalgewinnung und -bindung.

IHR ANSPRECHPARTNER

Manuel Goerlich

Stv. Branchenleiter Gesundheit & Pflege

Was kann Employer Branding im Krankenhaus?

Employer Branding gibt den Weg vor, wenn Pflegekräfte gesucht werden und wenn es an ärztlichem Personal mangelt. Es bildet den Überbau für alle Maßnahmen, die zur Personalgewinnung im Krankenhaus nach innen und außen kommuniziert werden.

Welche Mehrwerte schafft Employer Branding für ein Krankenhaus?

Personal halten

Krankenhäuser schielen auf der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch auf die Konkurrenz. Der Aufbau einer eigenen Arbeitgebermarke hilft, Mitarbeitende länger im Unternehmen zu halten.

Personal motivieren

Mit gezielten Maßnahmen lassen sich neue und bereits länger beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motivieren. So verbessert sich die Arbeitsqualität und Fehlzeiten werden reduziert.

Personal gewinnen

Es sollte selbstverständlich für eine Klinik sein, sich von ihrer besten Seite zu präsentieren. Mit zielgerichteten Maßnahmen erreicht die dann Bewerberinnen und Bewerber, die zu einem Haus passen.

 

Arbeitgebermarke stärken

Aufbau, Pflege und Stärkung der Arbeitgebermarke sollten strategisch und langfristig erfolgen. Sichtbar attraktive Arbeitgeber gewinnen einfacher neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Arbeitgebermarke stärken

Aufbau, Pflege und Stärkung der Arbeitgebermarke sollten strategisch und langfristig erfolgen. Sichtbar attraktive Arbeitgeber gewinnen einfacher neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Employer Branding im Krankenhaus
beginnt mit den richtigen Fragen

  • Stärken und Schwächen des Arbeitgebers: Was macht ein Haus aus und besonders attraktiv für Arbeitnehmer?
  • Employer Value Proposition (EVP): Welche Alleinstellungsmerkmale bringt eine Klinik mit?
  • Positionierung: Wofür steht das Krankenhaus heute? Welches Image soll vermittelt werden?
  • Erwartungen der Zielgruppe: Was erwartet Pflegefachkräfte und ärztliches Personal heute und was ist in der Branche üblich?

Auf der einen Seite steht der Arbeitgeber Krankenhaus im Fokus der Analyse. Was kann eine Klinik ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bieten? Welches Image hat eine Klinik? Daraus sollte die Frage abgeleitet werden, welche potenziellen Bewerberinnen und Bewerber zu einem Krankenhaus passen.

Auf der anderen Seite sind die Erwartungen und Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von großer Bedeutung, um die richtigen Pflegekräfte zu finden und Ärztemangel vorzubeugen oder zu beheben. Besonders deutlich wird das mit Blick auf die “junge Generation”, die als Generation Y ganz andere Erwartungen an einen Arbeitgeber hat als ältere Generationen.

Was wünschen sich Gesundheits- und Pflegekräfte von ihrem Arbeitgeber?

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um Ärztinnen und Ärzte an ein allgemeines Krankenhaus oder eine Fachklinik zu locken und Pflegekräfte zu finden? Die Ansprüche und Bedürfnisse von Personal an Kliniken haben sich gewandelt. Längst reicht es nicht mehr, das meiste Geld zu zahlen. Das zeigen auch Studien der FH Münster zur Arbeitsplatzzufriedenheit von ärztlichem und Pflege-Personal. Deshalb ist es für erfolgreiches Employer Branding umso wichtiger, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu kennen. Für Mitarbeitende und potenzielle Bewerberinnen und Bewerber stehen heute unter anderem im Vordergrund:

  • verlässliche und faire Arbeitszeiten
  • Mitbestimmung und Einfluss
  • Wertschätzung
  • individuelle Karrieremöglichkeiten
  • Fort- und Weiterbildungen
  • attraktive Aufgabenfelder
  • sich mit dem Arbeitgeber identifizieren können
  • Gesundheits- und Sozialleistungen
  • Vorgesetzte und ihr Führungsstil
  • Betriebsklima

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Employer Branding
für Krankenhäuser und Kliniken

Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting

Jedes allgemeine Krankenhaus ist anders als eine Fachklinik, jede Pflegefachkraft hat jeweils andere Bedürfnisse – Pauschalrezepte gegen Fachkräftemangel und Ärztemangel im Krankenhaus kann es da nicht geben. Umso wichtiger sind ein strukturiertes Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting.

Häufig werden diese Begriffe gleichbedeutend oder unscharf genutzt. In der Praxis bedeuten sie folgendes:

Employer Branding

Employer Branding hat zum Ziel, eine unterscheidbare, glaubwürdige und authentische Arbeitgebermarke zu entwickeln. Die Arbeitgebermarke zahlt positiv auf die Unternehmensmarke und das Gesamtbild des Krankenhauses ein. Sie sollte intern und extern glaubhaft gelebt werden, um nachhaltig positive Effekte erzielen zu können.

Personalmarketing

Das Personalmarketing vermarktet die „Arbeitgebermarke Krankenhaus“. Es schafft die Voraussetzung für die passgenaue Besetzung von Arbeitsplätzen, beispielsweise durch Definition der Zielgruppen, Analyse der Bewerber-Bedürfnisse, Ermittlung der richtigen Instrumente und Kanäle zur Mitarbeitergewinnung.

Recruiting

War alles andere Theorie, dann ist das Recruiting die Praxis auf der Suche nach Fachkräften im Krankenhaus – die eigentliche Personalbeschaffung. Dazu gehört die eigentliche „Stellenausschreibung“ ebenso wie die Kandidatenauswahl und die Einstellung. Wichtig ist für so heterogene Arbeitgeber wie ein Krankenhaus der richtige Recruiting-Mix. Damit werden über die jeweils passenden Kanäle die einzelnen Zielgruppen individuell angesprochen.

Employer Branding:
Nach der Analyse kommt die Umsetzung

Aus der Analyse der eigenen Stärken und Schwächen sowie der Zielgruppendefinition leiten sich schließlich die passenden Instrumente, Kanäle und Maßnahmen ab. Die Alleinstellungsmerkmale einer Klinik als Arbeitgeber können damit zielgerichtet an die (potenziellen) Mitarbeitenden kommuniziert werden. Auch hier führen die richtigen Fragen zum Ziel:

  • Zuständigkeit: Wer koordiniert die Strategien und Umsetzung von Employer Branding und Public Relations?
  • Implementierung: Welche operativen Maßnahmen können aus der Employer-Branding-Strategie abgeleitet und umgesetzt werden?
  • Botschaft: Welche kommunikativen Botschaften können von den Maßnahmen abgeleitet werden?
  • Kanäle: Welche Medien konsumiert die Zielgruppe?

Karriere-Blog

Ein Karriere-Blog bietet Raum, die Stärken und Alleinstellungsmerkmale der Klinik als Arbeitgeber zu präsentieren. Denn Kliniken sollten potenzielle Bewerberinnen und Bewerber wissen lassen, dass sie etwas für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun. Von Dienstplänen, die familienfreundliche gestaltet sind, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Praxisanleitern, die tatsächlich Zeit für ihre Azubis haben. Dabei gilt immer: Authentische Storys erhöhen die Glaubwürdigkeit.

Social Media

Auf Facebook, Instagram, Xing oder LinkdIn kommunizieren Kliniken dort, wo ihre Zielgruppen sind. Auf Facebook beispielsweise funktioniert das Empfehlungsmarketing besonders gut. Ziel sollte es deshalb sein, Inhalte zu posten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne verbreiten. Damit ist ganz nebenbei auch ein zentraler Ansatz des Employer Branding genannt: Die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die besten Markenbotschafter eines Unternehmens. Deshalb lohnt es sich auch darüber nachzudenken, wie Mitarbeiter dazu motiviert werden können, anderen positiv von ihrem Arbeitgeber zu berichten.

Newsletter

Wer neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sucht, darf seine aktuellen Angestellten nicht vergessen. Die wollen und sollen auf dem Weg ihrer Einrichtung zu einer eigenen Positionierung und einem definierten Image mitgenommen werden. Ein Newsletter informiert alle über das, was in einer Einrichtung passiert, was geplant ist und auch, was nicht umgesetzt werden kann. Ein Newsletter kann dabei ganz traditionell und eher sachlich herkommen, es lassen sich aber auch neue Wege mit Videobotschaften, Erklär-Grafiken oder Umfragen einschlagen.

Weitere Beispiele für Maßnahmen des Employer Brandings an Kliniken:

  • Mikro-Sites
  • Imagebroschüren
  • Mitarbeitermagazine
  • Pressemitteilungen
  • Video-/Filmcontent
  • Fachmessen
  • Kooperationen mit Pflegeschulen/Hochschulen/Unis
  • Tage der offenen Tür
  • Anzeigen
  • Plakataktionen
  • Imagekampagnen

Fazit:

In Zeiten des Fachkräftemangels ist es für Kliniken wichtiger denn je, Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting strategisch anzugehen. Nur so lassen sich die passenden und entsprechend motivierten Pflegekräfte sowie ärztliches Personal – und letztlich als beste Botschafter für den eigenen Arbeitgeber langfristig binden.

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