Die vier wichtigsten Instrumente der Krisen-PR

19. Februar 2021 // Lisa Völker

Streiks, Lieferprobleme und negative Presse: Unternehmen reagieren in Krisen häufig erst dann, wenn der Druck von außen enorm ist. Die Beteiligten fühlen sich dann überfordert. Denn Public Relations sind schon in ruhigeren Zeiten für viele Unternehmen eine Herausforderung. Möchten Sie ihre positive Reputation bewahren, ist PR im Rahmen der Krisenbewältigung sogar unabdingbar. Wir zeigen, was Krisen-PR eigentlich bedeutet und welche vier Instrumente hierfür besonders wichtig sind.

Was ist Krisen-PR?

Krisen-PR ist die Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen, Konzernen oder Organisation in Krisensituation. Demensprechend wird Krisen-PR auch als eine Art Krisenkommunikation bezeichnet. Typische Krisensituationen sind beispielsweise:

  • Streiks
  • Skandale
  • Massenentlassungen
  • Produktfehler
  • Managementfehler

Insgesamt werden drei Arten von Krisen unterschieden: finanzielle, kommunikative und operative Krisen. Je nach Krisenart, ist eine andere Kommunikationsstrategie zu wählen.

Krisen-PR ist während der Unternehmenskrise aktiv und erfasst die öffentlichen Kommunikationsprozesse, wodurch ein Reputationsverlust erkannt und abgewendet werden kann. Im Grunde geht es darum, seinen Handlungsspielraum wieder zurückzugewinnen. Doch wie schaffen Unternehmen das?

Public Relations sind schon in ruhigeren Zeiten für viele Unternehmen eine Herausforderung.

Instrumente der Krisen-PR

  1. Pressearbeit und Medienbetreuung
    Einer der wichtigsten Aufgaben der PR in Krisensituationen ist es, die Öffentlichkeit und insbesondere die Medien zu informieren, Ängste abzubauen und dadurch eine Vertrauensbasis zu schaffen. Ob eine Pressemitteilung ausreicht oder zusätzlich eine Pressekonferenz einberufen wird, hängt von Art und Ausmaß der Krise ab. In jedem Fall ist die Erstellung eines Statements und eines einheitlichen Wordings von großer Bedeutung, um sowohl den Pressesprecher als auch Fach- und Führungskräfte auf mögliche Presseanfragen vorzubereiten.
  2. Interne Kommunikation
    Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verdienen eine wertschätzende und zeitnahe Kommunikation – besonders im Fall einer Krise. Der einzelne Mitarbeitende muss nicht alle Details der Krisensituation kennen, außer, sie betreffen die persönliche Sicherheit. Eine Meldung über einen geeigneten Kommunikationskanal sollte beruhigend und klärend wirken, sachlich sein und zeigen, dass die Unternehmensführung an einer Lösung arbeitet. Auch wenn es hektisch wird, sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer auf dem Laufenden gehalten werden.
  3. Medien-Monitoring
    Wenn ein Unternehmen während der Krise mit negativer Aufmerksamkeit überschüttet wird, ist eine kontinuierliche Beobachtung von Print- und Onlinepublikation essenziell. Mit einem Media-Monitoring-Tool beobachten Sie diverse Online-Quellen. Wird eines Ihrer Keywords oder Markenbegriffe auf einer Webseite oder in einem Online-Bericht erwähnt, wird dieser Treffer für Sie gesammelt, bewertet und aufbereitet. So behalten Sie ganz einfach im Blick, was über Ihr Unternehmen geschrieben wird und welche öffentlichen Meinungsbilder sich aufzeigen. Auf diese Weise können Sie dementsprechend schnell reagieren.
  4. Social-Media-Monitoring
    Häufig werden kritische Themen ganz besonders in den Sozialen Medien harsch diskutiert und weiterverbreitet. Da die Reichweite im Netz mitunter enorm hoch ist und das Web weder schläft noch vergisst, ist es hier besonders wichtig, dass frühzeitig und angemessen reagiert wird. Dazu gehört neben einer authentischen und klärenden Kommunikation auch, die wichtigsten Meinungsbilder und Meinungsmacher zu identifizieren, mit diesen in Kontakt zu treten und kommunikative Gegenmaßnahmen aufzubauen.

Handeln statt aussitzen: Planen Sie ihre Krisen-PR vorrausschauend

Eine gute Krisen-PR ist ein wichtiger Bestandteil des Reputationsmanagements. Im Optimalfall sind Unternehmen bereits vor Eintritt durch Krisenpräventionsmaßnahmen vorbereiten und erkennen daher möglichst früh, wann eine Krise eintritt. Vernachlässigen Sie hingegen die Krisenkommunikation, kann Ihr Image enormen Schaden nehmen, da Sie weder Maßnahmen zur Vermeidung noch zur Bewältigung ergreifen können.

Wenn Sie professionelle Unterstützung bei der Krisen PR benötigen, sind wir jederzeit für Sie da. Kontaktieren Sie gerne unser Team und lassen Sie sich zu unseren Leistungen beraten.

zum Autor

Lisa Völker ist PR-Redakteurin im Branchenteam Industrie, Energie und Bau bei Sputnik. Zuvor hat die geborene Berlinerin in den Niederlanden studiert und dort auch ihren Master of Science in Corporate Communications erlangt. Nach einer einjährigen Weltreise kehrte die Freigeistlerin in das idyllische Münsterland zurück, um sich dort wieder ihrer Leidenschaft – dem Schreiben – zu widmen.

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