Social Media Trends 2019

14. Februar 2019 // Maik Porsch

Das Jahr 2019 öffnet auch neuen Social Media Trends die Türen. Und weil soziale Netzwerke als Mittel zur Kommunikation kaum noch wegzudenken sind, ist es nicht verwunderlich, dass sie sich stetig weiterentwickeln und neue Features bereithalten. Die wichtigsten und spannendsten unter ihnen möchten wir Ihnen an dieser Stelle vorstellen.

Das Vertrauen zurückgewinnen

2018 war ein Jahr, in dem den sozialen Netzwerken die große Vertrauensfrage gegenüberstand. Das spektakulärste Beispiel war hier sicherlich der Skandal um Cambridge-Analytica, aber auch das Unternehmen Twitter musste einer Flut von sich verbreitenden Bots entgegensteuern. Private User und auch Unternehmen sorgten sich um den Schutz ihrer Daten. Ein Social Media Trend für 2019 besteht also darin, das Vertrauen zurückzugewinnen, um die Konsumenten zu halten und zufrieden zu stellen. Die Anbieter tun sich demnach einen großen Gefallen, wenn sie zukünftig auf qualitative und transparente Inhalte setzen.

Shopping-Bummel als Social-Media-Trend

Dass soziale Netzwerke sich zunehmend zu Plattformen für das Online-Shopping entwickelt haben, dürfte vielen bereits aufgefallen sein. Doch wie geht es im neuen Jahr auf diesem Gebiet weiter? Auf Instagram ist der Social Commerce durch Produktplatzierungen, die zum Shop weiterleiten, bereits möglich. Auch Facebook hat seinen Marketplace erfolgreich integriert. Ein noch junger und spannender Social Media Trend ist das Format Video als Brücke zum Commerce. Das Anschauen eines Videos oder Live-Streams im sozialen Netzwerk steht zunehmend im Zusammenhang mit dem Kauf des abgebildeten Produktes.

Hallo Künstliche Intelligenz

Nicht selten kritisieren Experten die mangelnde Präsenz von KI im praktischen Alltag, zu fern und wenig greifbar scheint diese Technologie bislang zu sein. Doch im Jahr 2019 erhalten Marketingabteilungen immer mehr Möglichkeiten, mithilfe von künstlicher Intelligenz die Wertschöpfungskette des Unternehmens zu optimieren. Hierzu zählen zum einen Tools, welche mithilfe von KI gigantische Mengen an Daten verarbeiten können sowie kreative Tools wie die Adobe Cloud, welche den Kommunikationsprofi bei der Entwicklung eines guten Designs unterstützt. Die meiste Anwendung findet KI bisher allerdings bei der Erstellung von Automatismen und Algorithmen, ein Beispiel hier sind die sogenannten Chat-Bots. Ebenfalls beliebt sind jene künstliche Intelligenzen, die auf die Lösung von Anwendungsproblemen ausgerichtet sind und ihre Popularität wohl auch 2019 nicht einbüßen werden.

2019 starten die Nano Influencer durch

Wo viele dachten, dass es für gutes Influencer Marketing vor allem Influencer mit 7-stelliger Followerzahl und damit wahnsinnig hoher Reichweite braucht, überzeugen uns Nano Influencer dieses Jahr vom Gegenteil. Ein solcher Nano-Influencer hat meist nur einige hundert, vielleicht auch mal tausend Follower, weist jedoch eine hohe Engagement-Rate auf und ist auf seinem Gebiet absoluter Experte. Er gilt als Meinungsmacher in einer spezifischen Zielgruppe, was Unternehmen die Chance gibt, genau die Leute zu erreichen, die sie durch den Influencer erreichen wollen. So dürften 2019 also sicherlich noch einige Nano Influencer im Rahmen dieses Social Media Trends mit Erfolg beschenkt werden.

Den Tag mit Social TV ausklingen lassen

Wer wird in Zukunft nach der Arbeit noch ausschließlich das Fernsehprogramm verfolgen, wenn sich 2019 ein neuer Social Media Trend immer mehr durchsetzen könnte? Die Rede ist vom Social TV, also der Nutzung von sozialen Medien parallel zum klassischen TV-Konsum. Der Zweck dabei ist, sich im Social Media in Echtzeit über das laufende Programm auszutauschen und darüber zu diskutieren. Dabei ist es ganz egal, ob das Handy, das Tablet oder das Laptop benutzt wird. Das hier wohl dominanteste Medium bei diesem Social Media Trend ist Twitter, ein Ort, an dem die Menschen über einen entsprechenden Hashtag zur Sendung zusammenfinden. Jüngst haben aber auch die TV-Sender selbst das Potenzial des Social Media Trends für sich erkannt. Über Formate wie Pro7 Connect oder ZDF log in können die Zuschauer die Sendung als Livestream verfolgen und einen regen Austausch darüber führen.

WhatsApp wird zum Business Communication Tool

Wahrscheinlich nutzen Sie WhatsApp bislang vor allem für die Kommunikation mit Freunden und der Familie. Doch der Messaging-Dienst wird 2019 zunehmend Einzug in die Welt des Business finden. Große Unternehmen wie Lufthansa oder die Telekom wenden dies bereits praktisch an, indem User regelmäßig Pressemitteilungen und Informationen über den Messenger empfangen können. Das Prinzip dabei ist simpel: das Unternehmen hinterlegt auf seiner Website die entsprechende Telefonnummer und wer möchte, kann sich diese in seiner Kontaktliste speichern. Für die Unternehmen ist die Nutzung von WhatsApp zur Bereitstellung von Mitteilungen eine vielversprechende Alternative zum klassischen Newsletter, denn Chatnachrichten werden weit öfter aufgerufen.

Hätten Sie es gewusst?

  • es gibt weltweit 3,397 Milliarden aktive Social Media Nutzer
  • via Facebook Messenger und Whatsapp werden jeden Tag sagenhafte 60 Milliarden Nachrichten verschickt
  • auf Facebook tummeln sich 60 Millionen aktive Businessseiten
  • jede Minute werden auf Youtube 300 Stunden an neuem Videomaterial hochgeladen
  • Pizza ist das populärste Nahrungsmittel auf Instagram, dahinter folgen Sushi und Steak

zum Autor

Maik Porsch ist Gründer und Geschäftsführer von Sputnik. In dieser Funktion unterstützt er seit mehr als 15 Jahren Unternehmen sowie staatliche Institutionen und Organisationen bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Als ausgebildeter Redakteur und PR-Berater entwickelt er vor allem Kommunikationsstrategien, die er im Zusammenspiel mit den einzelnen Branchenteams von Sputnik sowie unter Verwendung geeigneter Maßnahme und Instrumente umsetzt.

Sein journalistischer Erfahrungsschatz basiert auf einer Vielzahl von beruflichen Stationen. Für die Neue Westfälische Zeitung war er drei Jahre unter anderem als Berichterstatter im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin tätig. Zudem arbeitete er zwei Jahre als Korrespondent für die Deutsche Presseagentur. Als freier Autor hat Maik Porsch für die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt, die FAZ, die TAZ sowie die Neue Zürcher Zeitung geschrieben.

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